Dr. Achim Heinze


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2011

Presse

In: Fahrrad News 2-3/ 2011



Schinden für das Glücksgefühl

Von Karolina Mahrla/PNP-Sport Sa, 7.5.2011

Pro Jahr fährt er mit seinem Rad die Strecke vom Nordpol zum Südpol - 20 000 Kilometer. Eines seiner Rennen dauert gerne mal drei Tage, dabei überwindet er 15 000 Höhenmeter. Der Sport, den der Simbacher Dr. Achim Heinze betreibt, scheint fast unmenschlich. Nun hat der Weltmeister im Ultraradmarathon, der im Hauptberuf Grundschulrektor in Postmünster (Landkreis Rottal-Inn) ist, ein Buch geschrieben: „Von 0 auf 1000 - mein Weg zum Extremradsport“ heißt es, und schildert seine Entwicklung zum Extremsportler.

Gedacht ist das Buch für Ausdauersportler, oder solche, die selbst einmal eine extreme Distanz mit dem Rad bewältigen wollen. Der Autor erklärt, wie man erfolgreich trainiert, welche Schlüsseleinheiten unverzichtbar sind und was im Wettbewerb über Erfolg und Niederlage entscheidet.

Als Heinze vor sieben Jahren mit dem Extremsport begann, suchte er vergeblich nach einem solchen Ratgeber. „Ich musste mir alles mühsam im Internet zusammensuchen, denn diese langen Distanzen sind ein ganz eigener Bereich, für den man speziell trainieren muss“, berichtet der 39-Jährige.

Heute zählt er zu den Besten in dieser Disziplin und bereitet sich derzeit auf die beiden großen Rennen der Saison vor. An Pfingsten startet Heinze beim 540 Kilometer langen „Race Across the Alps“. Im August folgt dann der Höhepunkt: Die Schweizer „Tortour“ - die ihrem Namen alle Ehre macht - führt über 1000 Kilometer durch die Alpen. 40 Stunden wird Heinze dabei nonstop im Sattel sitzen.

Wer glaubt, dass man nach solchen Strapazen halbtot ins Bett fällt und erst mal drei Tage durchschläft, liegt falsch. „Das ist ein Wechsel von totaler Müdigkeit zu Phasen, in denen man aufgekratzt und hellwach ist“, erzählt Heinze. Es dauere einige Zeit, bis sich der richtige Schlafrhythmus wieder einpendelt. Nur drei bis vier Tage Erholung braucht der Rottaler, um wieder Radfahren zu können. Voll leistungsfähig sei er wieder nach drei Wochen, sagt der 39-Jährige.

Aber worin liegt der Reiz, sich derartig zu schinden? „Für mich ist Radfahren ein großes Abenteuer“, sagt Heinze. Gerade in der Nacht zu fahren, sei für ihn immer wieder etwas Besonderes. Dazu komme das Glücksgefühl, wenn man die Ziellinie durchfährt. „Bei diesen langen Distanzen ist es auch ein Erfolg, wenn man als Zwanzigster ankommt“, sagt Heinze. „Hauptsache, man hat das Rennen geschafft.“

Leuten, die am Ausdauersport interessiert sind, rät Heinze, beim Training auf das eigene Körpergefühl zu hören und sich nicht streng an einen Plan zu halten, den einem zum Beispiel ein Fitnesscoach erstellt hat. Die Ausrede vieler Bewegungsmuffel, dass sie Sport nicht mit ihrem anstrengenden Beruf vereinbaren können, lässt der 39-Jährige nicht gelten: „Ich fahre zum Beispiel jeden Tag die 27 Kilometer zur Arbeit mit dem Rad.“ Auf dem Heimweg baut Heinze dann oft noch Umwege ein, oder fährt einen Berg fünf bis zehn Mal hoch.

Aber so extrem muss das Training gar nicht sein. Für alle, sich schwer tun, den inneren Schweinehund zu überwinden, hat Heinze einen Tipp: „Kleine Ziele setzen und diese Schritt für Schritt ausbauen! Keiner kann nach einem halben Jahr Training einen Marathon laufen.“

Das Buch „Von 0 auf 1000 - mein Weg zum Extremradsport“ ist im Radsportverlag Degen Mediahouse erschienen.





INNTALER SCHRIEB SEINE EIGENE SPORTGESCHICHTE

Wochenblatt Nr. 21/31.Jahrgang vom 25.5.2011


Dr. Achim Heinze ist Weltmeister als Extremsportler. Jetzt schrieb er ein Buch über seine Erfahrungen.

Der Simbacher Dr. Achim Heinze ist Ultra-Rad-Weltmeister. Für den WM-Titel saß der Inntaler 43 Stunden und 47 Minuten nonstop im Sattel, legte 1.025 Kilometer und 15.775 Höhenmeter zurück. Nun hat er ein Buch über seine Erfahrungen als Extremsportler geschrieben. „Von 0 auf 1000“ hat er es betitelt, denn seine Erfolge hatten sich lange Zeit nicht abgezeichnet. „Es ist ein Fallbeispiel, wie man als Erwachsener Leistungssport im Einklang mit Beruf durchführen kann“, sagt Dr. Achim Heinze selbst über sein Sportbuch.

Dr. Achim Heinzes Jugendzeit war nicht dem Sport gewidmet. Zwar spielte er Fußball im Verein, doch Wettkampfveranstaltungen riefen bei ihm eher Ablehnung als Begeisterung hervor. „Auch im Schulunterricht war Sport, wenn wir nicht gerade Fußball spielten, alles andere als ein Lieblingsfach", wie er heute gesteht.

Später standen eher eine Karriere als Rockmusiker im Mittelpunkt. Und wenn es schon zwei Räder sein sollten, dann bitteschön motorisiert. Bei einer Motorradtour in den Alpen aber passierte es: Heinze staunte darüber, wie die Fahrradfahrer die Pässe erklommen. Irgendwie machte es da klick bei dem Inntaler. Im Studium probierte er alle möglichen Sportarten aus – so richtig warm aber wurde er mit keiner. „Mit dem Fahrrad legte ich zwar alle privaten Wege zurück, doch als Sportgerät wurde der Drahtesel nicht benutzt“, schreibt Heinze in seinem Buch.

1994 begann der Simbacher dann mit dem Laufsport – hochintensive Belastungen aber blieben ein Fremdwort für ihn. Immerhin nimmt er im Jahr 1999 an der Klagenfurter Marathonnacht teil – und erreicht sogar das Ziel.

Bis in die Zeit nach seinem 30. Geburtstag zeigte der Fahrradtacho jährlich null Kilometer an. Sein erstes großes Radprojekt startete er im Jahr 2001 mit einer Alpenüberquerung gen Italien. 500 Kilometer betrug die Strecke, aufgeteilt auf zwei Tage. Im Jahr 2007 – Dr. Achim Heinze war inzwischen 36 Jahre alt – waren es bei der Ultra-Radweltmeisterschaft 1.000 Kilometer – nonstop! Daher auch sein Buchtitel „Von 0 auf 1000".

In seinem Werk befasst sich der Rektor der Grundschule Postmünster mit Fragen, wie zum Beispiel: Wie kann man Beruf und Sport in Einklang bringen? Wie viel Energie steht dem Menschen zur Verfügung? Wie funktioniert seriöser Trainingsaufbau und wie geschieht faire Nachwuchsförderung? Warum fährt man ehrlich und ungedopt am längsten?

Nach und nach gewann Heinze aus seinem sportlichen Tun Erkenntnisse, notierte, verglich und zog Schlussfolgerungen. In der Zusammenschau mit dem Stand der sportwissenschaftlichen Forschung wurde ein Trainingskonzept für berufstätige Amateure entwickelt, welches er ohne Einschränkung in dieser Schrift preisgibt.

Sein Anliegen ist es, wie er betont, Sport als einen wichtigen und angenehmen Teil der alltäglichen Lebensführung verständlich zu machen. „Manchmal ist es schon ein wahres Kunststück, Beruf und Sport zu vereinbaren aber man freut sich umso mehr, wenn man es wieder einmal geschafft hat!“

Das Buch „Von 0 auf 1000 - mein Weg zum Extremradsport“ ist im Buchhandel erhältlich, enthält 160 Seiten und 250 farbige Abbildungen.

Autor: Holger Becker

In: Bezirksrundschau 19/2011 vom 12.5.2011; Grenzland Anzeiger Nr. 11/2011; Tips 22. Woche, 2011



Ein Ort rüstet sich für die Rad-WM

Nach der erfolgreichen Premiere des Malchinger Sechs-Stunden-Radrennens im vergangenen Jahr wagt man sich heuer an das Unternehmen Weltmeisterschaft. Am 21. August, so der Wunsch der Veranstalter, sollen Fahrer möglichst vieler Nationen in Malching an den Start gehen. Dabei ist es gar nicht so schwer, eine Weltmeisterschaft nach Niederbayern zu holen, wie Stefan Huber vom Veranstalter acs-event im Rahmen einer Pressekonferenz erläuterte. „Der Internationale Radsportverband UCI hatte nichts dagegen, weil es das bislang im Rahmen von Sechs-Stunden-Rennen nicht gegeben hat. Der Bund Deutscher Radfahrer, BDR, stand dem Vorhaben ebenfalls positiv gegenüber“, so Huber. Ansprechen will man mit der Weltmeisterschaft eine möglichst große Zahl von Rennradfahrern: Jene mit Lizenz und aus Radsportvereinen, ambitionierte Breitensportler und Fahrer ohne Vereinszugehörigkeit sowie Unternehmen.

In: PNP, 19.4.2011



Foto rechts: Daumen nach oben für die erste 6-Stunden-Rennrad-Weltmeisterschaft in Malching: (v.l.) Teilnehmer Andreas Einwang, stv. Landrätin Gerlinde Kaupa, Wolfgang Linhart (ESB), Markus Wagerer (amplus), Moderator Manfred Gayer, Ultrarad-Weltmeister Dr. Achim Heinze und Bürgermeister Georg Hofer sowie (vorne) Veranstalter Stefan Huber von acs-event.


Dr. Achim Heinze gewinnt Road-Bike-Trophy

Radsportler aus Simbach/Inn Sechster beim Abschluss-Rennen


Nach Rang sechs beim Sechs-Stunden-Abschluss-Rennen „Extreme Masters“ in Schwanenstadt hat Dr. Achim Heinze die Road-Bike-Trophy für sich entschieden.


Dabei handelt es sich um eine Renn-Serie, die sich aus zehn Rad-Rennen vom Berg-Marathon über Einzel-Zeitfahren bis hin zum Sechs-Stunden-Rennen zusammen setzt. Obwohl der Simbacher aus terminlichen Gründen nicht bei allen Rennen mit dabei gewesen ist, reichte es. Er behauptete sich bei seinen sieben Starts stets im Spitzenfeld.

Die Entscheidung in der Gesamtwertung sollte beim Sechs-Stunden „Extreme Masters“ fallen. Doch es wurde den Teilnehmern nicht leicht gemacht: Starker Dauerregen und herbstliche Temperaturen erschwerten die Bedingungen auf dem ohnehin anspruchsvollen Rundkurs mit 15 Kilometern und 170 Höhenmetern pro gefahrener Runde.

Nach dem Startschuss fuhr das Teilnehmerfeld zwei Runden lang gemeinsam, bis die ersten Attacken begannen. Dr. Achim Heinze zog ebenfalls mehrere Male am Berg davon, „auch, um mich warm zu halten“, wie er später erklärte. Als schließlich einer Fünfer-Gruppe in der zweiten Rennhälfte die Flucht gelang, galt es für die Verfolger um den Simbacher, den Rückstand gering zu halten. Nach fünf Stunden attackierte Dr. Achim Heinze alleine aus dem Hauptfeld heraus und kam bis auf eine Minute an die Spitze heran.

Nach 14 Runden, das entsprach 210 Kilometer und 2400 Höhenmeter, kam der Simbacher schließlich solo als Sechster ins Ziel. Damit konnte er die nötigen Punkte ergattern, und die Gesamtwertung der Road Bike-Trophy aller lizenzfreien Radrennfahrer gewinnen. Für die Sechs-Stunden-WM im August in Malching ist Dr. Achim Heinze bestens gerüstet. - red PNP,30.7.2011

PNP, 06.07.2011

Rang 7 - Dr. Achim Heinze mit unglaublicher Energieleistung

„Race across the alps“: 540 Kilometer und 14 000 Höhenmeter in 25 Stunden bewältigt


Was für eine bärenstarke Leistung! Dr. Achim Heinze aus Simbach am Inn holte beim „Race across the alps“ Rang sieben, bewältigte die 540 Kilometer und 14 000 Höhenmeter in 25 Stunden und sechs Minuten.

Das „Race across the alps“ bringt jedes Jahr zur Sommersonnenwende die Extremen der Extremen an ihr Leistungslimit. 13 Pässe in drei Ländern, darunter zwei Mal das 2757 m hohe Stilfser Joch – mehr Höhenmeter geht nirgends auf dieser Renndistanz. Das erklärte Ziel der Veranstalter ist es, ein reines bergauf-bergab Rad-Rennen zu präsentieren – ohne gerade Zwischenstücke. Darunter befinden sich zudem mit dem Gavia oder dem Bernina zahlreiche bekannte Pässe des Giro d´Italia oder auch der Tour de Suisse.

Nach der Start-Freigabe in Nauders wurde im Feld der 44 ausgewählten Extrem-Sportler gleich attackiert. Dr. Achim Heinze hielt sich in der Spitzengruppe und fuhr über den Reschenpass (1365 m) nach Italien in Richtung Stilfser Joch. Als Siebter kam er, ohne sich übermäßig zu verausgaben, über die 2757 m hohe Passhöhe.

Auf der dürftig asphaltierten Abfahrt nach Bormio hatte Dr. Heinzes Rennrad einen Defekt. Die Geistesgegenwart seiner Betreuer Alfred Netreval und Jürgen Rosenberger verschaffte ihm aber die Möglichkeit, schon nach kurzer Zwangspause auf dem Ersatz-Rad weiter zu fahren. Mit diesem kam der Simbacher Ausdauer-Athlet jedoch auf Grund der veränderten Sitzposition nicht besonders gut zurecht. Die Folge waren Bein-Krämpfe am Gaviapass (2652 m) und ein Zurückfallen in der Wertung. Wieder auf dem reparierten Original-Rad stellten sich der Apricapass (1176 m) und der sehr steile und gefürchtete Mortirolo (1846 m) den Radsportlern in den Weg. „Doch dieser hat mir mit dem gewohnten Rennrad trotz der 16 bis 18 Prozent-Dauersteigung keine Probleme bereitet“, so Dr. Heinze.

Zum zweiten Mal ging es über den Apricapass (1176 m ). Nach Tirano mussten dann mit dem Berninapass (2330 m) 2000 Höhenmeter am Stück überwunden werden. Inzwischen war es dunkel geworden, was Dr. Heinze nicht daran hinderte, seine Aufholjagd zu beginnen.

Trotz unangenehm kaltem Malojawind arbeitete sich der Simbacher Position um Position nach vorne, fand seinen gewohnten Rhythmus und passierte den Vorjahres-Gewinner und Sieger der Österreich-Rundfahrt, Maurizio Vandelli, und Marathon-König Paul Lindner.

Im Schweizer Engadin forderte der Albulapass (2306 m) die Kraftausdauer weiter. Doch auch die Abfahrten ließen keine Zeit zum Durchatmen: 1300 Höhenmeter von der Albula-Passhöhe bergab, teilweise auf unbefestigten Kiesstraßen ließen jeden Teilnehmer die Unterarme heftig spüren. „Ein Rennradfahrer hat für mehrere Abfahrten sogar auf das Mountainbike gewechselt,“ so Dr. Heinze.

Über Davos auf den Flüelapass (2399 m) sanken die Temperaturen auf unter null Grad Celsius. Auch der Ofenpass musste mit Winterkleidung bezwungen werden. Doch das Rennen war noch lange nicht zu Ende. Nun begann auch der Kampf um die Positionen. Am Umbrailpass (2503 m) duellierten sich Dr. Heinze und Lindner, wobei letzterer zuerst oben und nun wieder auf italienischem Boden ankam. So auch auf dem Stilfser Joch (2757 m).

Es ging für Dr. Heinze jetzt darum, den 7. Gesamtrang zu sichern. Der Reschenpass (1365 m) mit stürmischem Gegenwind war das letzte, glücklich überwundene Hindernis auf dem Weg ins Ziel im österreichischen Nauders. Nach 25 Stunden und sechs Minuten lag die schwerste Berg-Prüfung der Alpen hinter Dr. Achim Heinze. Eine große Abschlussfeier beendete das Extrem-Event, das 26 der gestarteten 44 Ultra-Rennradfahrer im Zeitlimit beendeten. - red

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