Dr. Achim Heinze


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Saisoneröffnung: Brevet 10.4.2010

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Saisoneröffnung: Brevet über 200km in Haid/OÖ - 10.4.2010

Eine Woche nach Ostern trifft sich die österreichische Randonneur-Szene zum Saisonauftakt in Haid (Amstetten).
60 Radsportler begeben sich um 8 Uhr auf die 205km-Runde mit etwa 2100 Höhenmetern: von Haid über Wels, den Traunsee, die Großalmstraße, den Attersee, den Mondsee, den Kronberg (auch als Kornberg bekannt, vermutlich, weil man dort die letzten Körner lassen muss), Seewalchen, Schwanenstadt und erneut Wels zurück nach Haid.

Im Hinterkopf habe ich den (deutschen) Wetterbericht, der ab Mittag Regen prophezeit. Offenbar ist die österreichische Prognose besser, ich bin wieder mal am wärmsten angezogen. Aber das ist ja nichts Neues...

Wie immer nach dem Start forciert Thomeas Stindl das Tempo. 20 Teilnehmer lassen sich nicht davon entmutigen und bleiben tapfer dran. Ich fahre einfach mit, muss aber immer etwas Platz zum Vordermann lassen. Warum? Weil sich an meinem Rad ein Flaschenhalter gelockert hat und ich den Kanaldeckeln und Fahrbahnschäden des harten Winters ausweichen muss, um das Getränk nicht zu verlieren.

Auch eine Folge des harten Winters sind meine verhältnismäßig geringen Radkilometer. Im Prinzip sitze ich erst seit März im Sattel, zuvor war nur Laufen, Rolle bzw. Skilanglauf angesagt. Das reduzierte spezifische Radtraining bekomme ich bei der Auffahrt zur Großalmstraße zu spüren: Schnell tut sich eine Lücke auf. Leider nicht hinter mir, wie so manches mal an gleicher Stelle in den Vorjahren, sondern davor. Harald Zima, Manuel Jung und Edi Fuchs setzen sich ab; dassselbe passiert wieder am Kronberg. Beide Male kommen wir Versprengten glücklicherweise wieder heran.

Schließlich fahren wir zu sechst (neben den drei schon erwähnten sind neben mir noch Thomas Stindl und Michael Schenk in der Gruppe), nun mit Rückenwind, Richtung Zielort Haid. Am Attersee verabschiedet sich dann doch der gelockerte Flaschenhalter mit einem knirschenden Geräusch. Am liebsten hätte ich den neuen rutschigen Leichtbau-Carbon-Sattel gleich mit entsorgt, doch weitere 70 Kilometer muss ich darauf noch zubringen. Die dunkle Wolkenbank (des deutschen Wetterberichtes) hinter uns verschont uns dafür im Gegensatz zu den nachfolgenden Gruppen.

Mit 5 Stunden und 55 Minuten wird schließlich sogar noch ein neuer Streckenrekord herausgefahren; der tatsächlich gefahrene Schnitt dürfte Richtung 35 km/h liegen (3x steigt man an den Kontrollstellen ab). Damit ist der erste Renneinsatz 2010 erfolgreich beendet.

Startaufstellung um 8.00 (links)
Rechtes Bild: Zu sechst mit neuem Streckenrekord im Ziel (ich bin der Erleuchtete in der Mitte)
Bilder: Edith Jung

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