Dr. Achim Heinze


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Die Radmarathons danach

Wettkampfberichte > 2012

Radmarathons nach der WM


Für die 2. Saisonhälfte des Jahres 2012 habe ich kein weiteres Extremradrennen geplant, sondern werde mich auf möglichst lange Radmarathons konzentrieren. Allerdings gibt es deren nicht mehr all zu viele.

Teilweise auf Einladung stellte ich mich im Juli somit mehr oder weniger motiviert an die Startlinien. Die Regenerationsphase war zwar kurz, aber dennoch wirksam - trotzdem: einen wirklichen Neuaufbau hatte ich nach dem GM nicht durchgeführt. Bei Radmarathons geht es doch intervallartig-intensiver zur Sache als im Extremradsport. Ein Belastungsbereich, den man auch vorbereiten sollte.

Der große Wurf war erwartungsgemäß nicht dabei. In der Altersklasse mal aufs Podest, beim nächsten Mal mangels Getränken und zwei bei 33 Grad ohne Flüssigkeit nicht mehr verzehrbaren Gels in der Tasche am letzten Hügel nahezu eingebrochen. Im Prinzip ging es langsam, aber stetig bergab! Beim Tannheimer Tal RM war endgültig der Tiefpunkt erreicht: Unausgeruht, übermüdet und völlig unmotiviert am Start. Sogar in den Wiegetritt zu gehen erschien als zu anstrengend. Nach 50 km zog ich die Reißleine und drehte ab bzw. um.

Die Reset-Taste wurde gedrückt und ein Neuaufbau begonnen. Pause , Belastung, viel Schlaf,... Wenn auch nicht viel Zeit blieb, beim Selzthaler Radmarathon konnte ich schon merken, dass die Kraft beim und auch die Freude am Radfahren zurückkommen:


Selzthaler Radmarathon 29.7.2012

Nach einer Teilnahme zur intensiven Vorbelastung am Bergsprint zum Dachsteinblick (AK 4) auf dem Weg zum Selthaler Radmarathon, war ich ganz guter Dinge. Doch das Wetter wollte weder uns Teilnehmern noch dem Veranstalter zur Seite stehen. Unwetter und Regen schreckten viele Starter ab; 85 Teilnehmer waren es schließlich auf der langen Strecke.

Trotzdem war es nicht gerade leicht in Selzthal ein Hotel zu finden - es gibt nur ein Gasthaus und dieses hatte geschlossen. Ich konnte mich dennoch bemerkbar machen und ein Zimmer buchen, doch bei der Suche nach einem Restaurant half alles nichts - es gibt dort kein einziges! Beim Startareal war aber ein großes Zelt mit Bewirtung aufgebaut. Dort fand gerade die Siegerehrung eines Kastenlaufes statt (3 km Laufen, einen halben Kasten Bier trinken). Auch nicht gerade trainierte Athleten strampelten sich bei einem Ergo-Race in wenig ansehnlicher Verfassung ab.

Dieser älteste Radmarathon Österreichs mit 150 km und - leider aus Witterungsgründen geänderter Streckenführung - mit nur 1700 Hm ist wie alle Radmarathons aus rechtlicher Sicht keine Rennveranstaltung, doch auch hier gibt es 2012 erstmals eine offizielle Chipzeitnehmung.

Nach dem Start um 8:45 ging es in flottem Tempo zum ersten Hügel, bei dem gleich - etwas unerwartet - attackiert wurde; das Loch konnte ich aber ohne Probleme schnell wieder bis zur Spitze zufahren. Mit dem Phyrnpass kam die erste richtige Bergprüfung auf uns zu. Kurzfristig setzten sich 4 Fahrer ab. Am etwas längeren Hengstpass fuhr ich selbst voraus, am Gipfel waren wir 4 in der Fluchtgruppe, die auf der langen Abfahrt wieder auf 10 Rennteilnehmer anwuchs.

Wolfgang Krenn und Martin Geretschnig setzten sich vor dem Erbsattel ab, kamen aber auch nicht durch und wurden im Gesäuse wieder eingeholt. Auch ich versuchte zweimal eine Flucht, aber beim ersten Mal zu weit vor dem Ziel bzw. beim zweiten Versuch allein, bestand jeweils keine Aussicht auf ein Durchkommen.

Da der letzte Anstieg vor dem Ziel, die Kaiserau, umfahren werden musste, lief alles auf einen Sprint hinaus. Nicht das was man sich angesichts Regen und Baustelle auf öffentlicher Straße mit (wenig) Verkehr wünscht. Der Endspurt lief sehr chaotisch ab. Fast jeder war einmal in aussichtsreicher Position. Am Ende gewann Wolfgang Krenn, ich kam auf Rang 7.

Ausblick: Nächstes Jahr gerne wieder, aber nur mit Kaiserau!





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