Dr. Achim Heinze


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2013

Presse


In der letzten Ausgabe der Bayerischen Laufzeitung berichteten wir über den Ultraradmarathon-Weltmeister Achim Heinze. Nach 2009 gelang es ihm dieses Jahr erneut, den WM-Titel in dieser extremen Ausdauersportart zu erringen. 1000 Kilometer, 13 Pässe in den Alpen mit insgesamt 15750 Höhenmetern und dabei 38 Stunden nonstop auf dem Rennrad unterwegs. Wir haben beim 41-jährigen Niederbayer nachgefragt.

1000 km ohne Pause. Warum tut man sich diese Schinderei überhaupt an?
Heinze: "Weil ich dazu nach eineinhalb Jahrzehnten Grundlagentraining mittlerweile in der Lage bin. Ich fahre auch sehr gerne Radmarathons, aber so richtig liegen mir die extremeren Rennveranstaltungen mit vielen Pässen einfach besser."

Wie bereitet man sich auf eine derart lange Renndistanz vor?

Neben dem erwähnten mehrjährigen Grundlagen-Aufbau ist Kraftausdauer am Berg entscheidend. Die Teilnahme an kürzeren, intensiven Vorbereitungsrennen gibt den letzten Schliff."

Ein Drittel der Teilnehmer gibt bei Extremradveranstaltungen auf. Oft sind auch medizinische Gründe dafür ausschlaggebend. Ist das Extreme nicht auch ein Risikosport?
Heinze: "Nein, man muss seine Grenzen vorher ausloten und wissen was man leisten kann. Den Wettbewerb selbst als Experiment zu betrachten, könnte allerdings gefährlich werden."

Wo sehen Sie die Gefahren?
Heinze: "Die 15750 Höhenmeter muss man auch bergab fahren, das oft bei Nacht und Nebel mit schlechten Straßeverhältnissen. Sekundenschlaf kann man sich nicht erlauben."

Wie hält man sich wach?
Heinze: "Indem man gut trainiert und gesund am Start steht, in der zweiten Nacht eventuell etwas weniger anzieht als angenehm. Koffeintabletten und Energiedrinks kommen gegen die zentrale Ermüdung nicht an. Würden diese "Hilfsmittel" etwas Wesentliches bewirken, wären diese mit Recht verboten."


Wie groß ist die logistische Herausforderung der Teilnahme an einem Extremsportevent?
Heinze: "Meist werden Freunde und Bekannte als Team rekrutiert, die selbst sportbegeistert sind und ihre Zeit für den sportlichen Erfolg opfern. Sie müssen im Begleitfahrzeug navigieren, mich verpflegen und auch mal motivieren."
Wie wichtig ist der Faktor Ernährung?
Heinze: "Es ist der entscheidende, weil oft unterschätzte Faktor."
Was essen Sie unterwegs?
Heinze: "Ich ernähre mich überwiegend flüssig. Über die Jahre habe ich für mich die optimale Mischung gefunden. Ein Sportnahrungshersteller wurde auf mich aufmerksam und wird meine gesammelten Erfahrungen als Sportgetränk ab 2013 anbieten. Dann entfällt zukünftig das Abmessen von Elektrolyten mit der Briefwaage vor den Rennen"

Sie sind auch in der Laufszene anzutreffen. Es ist eher selten, dass Radfahrer auch laufen?

Heinze: "Im Winterhalbjahr bin ich gerne bei Berg-und Crossläufen zu Gast. Selbstverständlich sollte ein Radfahrer auch Alternativsportarten wie Laufen, Skilanglauf oder beispielsweise Skibergsteigen ausüben. Koordination und Motorik werden auf dem Rennrad nur sehr eingeschränkt gefordert."

Letzte Frage: Sollten Läufer dann umgekehrt auch Radfahren?

Heinze: "Zur Regeneration würde ich Radfahren auf jeden Fall empfehlen, da die Muskelarbeit dort hauptsächlich konzentrisch erfolgt. Auch wenn es paradox klingen mag: Wenn man lange Zeit bei einer Sportart bleiben will, gerade dann muss man auch andere Sportarten ergänzend ausüben."



Weitere Informationen für ein zielgerichtetes Training findet man in seinem mit vielen Farbbildern garnierten Buch:

Von 0 auf 1000
Mein Weg zum Extremradsport
Dr. Achim Heinze
Degen Mediahouse
www.degenmediahouse.de
IBN: 978-3-942596-00-8

In: Bayerische Laufzeitung 2013

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