Dr. Achim Heinze


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6hRennen Cyclemania 19. 6. 2010

Wettkampfberichte > 2010

6-Stunden-Cyclemania 19.6.2010 Garching/Alz


Dauerregen, 10 Grad und starker Wind - kein einladendes Fahrradwetter. Trotzdem machten uns mein Bruder Ralf und ich als Teilnehmer sowie Florian als Betreuer auf, dort am Start zu stehen. Dieser erfolgte pünktlich um 14 Uhr, zeitgleich verwandelte sich der schauerartige Regen in eine permanente Waschanlage.
Eine Runde war 15,7 km lang und hatte 104 Höhenmeter. Wer die meisten Runden innerhalb von 6 Stunden schaffte, ging als Sieger hervor.
Anfangs hielt ein Teilnehmer der 24h-4er-Staffel das Tempo hoch, dann versuchten mein Bruder und ich, die Gruppe voranzubringen. Nicht jeder wollte sich beteiligen, was natürlich ab dem dritten Mal langsam nervte. Nach meinem ersten Frust-Fluchtversuch kam nur mein Bruder nach. Etwas später ergab sich die Gelegenheit endlich solo zu fahren, fast von selbst:
Ich wollte eigentlich nur testen, ob ich im Hinblick auf einen möglichen Zielsprint die ansteigende Zielgerade auch flüssig auf dem großen Kettenblatt fahren konnte. Nach diesem Anstieg im Start-Ziel-Bereich war schnell eine große Lücke hinter mir. Ich fuhr kurz auf der linken Seite, dann verdeckten drei Überrundete die Sicht auf mich, damit war der Fall eigentlich erledigt.
Nun musste ich "nur" noch dreieinhalb Stunden solo schneller sein als die vier Verfolger. So etwas geht im Mittelgebirge ganz gut, aber hier? Da Probieren über Studieren geht, machte ich mir keine großen Gedanken, sondern fuhr schnell, aber nicht erschöpfend. Besonders weit kam ich allerdings nicht:
Nach der ersten Solorunde mit etwa 2 min Vorsprung war ich in Begriff, einen Staffelteilnehmer zu überholen. Plötzlich zog dieser in meine Fahrspur - leider ohne Handzeichen und auch ohne Umzusehen. Ich konnte nicht mehr reagieren und folglich auch nicht mehr bremsen:
Rennen beendet, Führung weg, Helm zerbrochen, Gehirnerschütterung, Schleudertrauma, usw. Das Rennrad hatte auch einiges abbekommen. Ich zitterte am ganzen Körper, hatte Kopfschmerzen , war desorientiert und konnte wieder einmal erahnen, wie es einem Vogel ergeht, der aus dem Nest fällt.
Eine Runde später setzte dann mein Bruder eine Soloattacke und fuhr das Rennen (noch fast 3 Stunden!) allein zu Ende. Trotz immer stärker werdendem Regen fuhr er mit Armlingen und Weste die Führung souverän heim. Mit einer Runde Vorsprung konnte er als einziger 14 Laps erreichen. Damit bleibt der Sieg in der Familie und die Regenschlacht nahm doch noch ein sehr gutes Ende!

Damit lässt sich nicht gut schalten:

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