Dr. Achim Heinze


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Cyclemania 6-Stunden-Rennen 28.06.2008

Wettkampfberichte > 2008


Cyclemania 6-Stunden-Rennen 28.6.2008 (>>>220km/1400 Hm)

n Garching an der Alz findet im 2-Jahres-Turnus ein etabliertes 24h-Rennen statt. Im Programm sind auch ein 6 - und ein 12-Stunden-Rennen. Bei der 6-Stunden-Version waren die 100 Startplätze komplett ausgebucht. Diese Teilnehmergruppe bestimmte auch von Beginn an (Start 14 Uhr, bei Sommerwetter) das Tempo.

Im Prinzip passierte nicht viel: man fährt entweder weit vorne und führt öfter oder hält sich hinten auf und muss dann eben Lücken zufahren. Ein starker Wind kühlte zwar angenehm, machte das Rennen aber auch schwieriger - und gefährlicher. Da jeder auf Windkante fahren wollte, blieb die rechte Spur meist frei. Links tauchte jeweils 2 km nach Start-/Zieldurchfahrt eine Absperrung auf, welche uns Radfahrern nur ihre graue asphaltfarbene und damit unauffällige Rückseite zeigte. Kurz danach wieder das Windkantenspiel. Dumm nur, dass jemand hier entlang der Mittellinie 5 Pylone aufgestellt hatte. Auch ich wurde in der 3. Runde abgedrängt und touchierte einen davon, was mich den Verlust einer vollen Flasche kostete.

Nachdem die Pylone am Mittelstreifen zum dritten Mal umgefahren waren, erbarmte sich endlich ein Streckenposten und stellte sie weg. Die Streckensicherung war ohnehin nicht überzeugend: Gitter mit Füßen, welche in die Strecke ragen, sind für die immer enger gestellte Zeitnehmung keinesfalls geeignet. Es fuhr auch jemand dagegen, als die Zielpassage so eng gemacht wurde, dass nur noch ein Fahrer durchpasste. Die Transponder-Zeitmessung versagte trotzdem noch. Negativ fiel der zuvor erwähnte übereifrige Fahrer zudem dadurch auf, da er seine Aggressionen an anderen Fahrern ausließ und die Stimmung in der Gruppe vergiftete. Der Gipfel war, dass ausgerechnet dieser, der andere ständig maßregelte, aus einem Begleitauto verbotenerweise in dilettantischer Weise versorgt wurde. Mit der Zeit wurde auch er ruhiger.

Auf der 15 km Runde mit jeweils 100 Höhenmetern wurde die Gruppe Stunde um Stunde kleiner. Auf der 14. und letzten Schleife war ersichtlich, dass die Entscheidung im Sprint fallen würde. Deshalb - um mehr Spannung zu erzeugen - nun weiter in der Gegenwart: Ich halte mich weit vorne, so dass ich vor dem finalen Zielhügel in aussichtsreicher Position liege. Plötzlich schießen von links und rechts jeweils 2-3 Fahrer vorbei. Das Tempo ist hoch. Ich fahre als 5. in die scharfe Rechtskurve. Auf dem großen Blatt kann ich schnell einen Fahrer überholen, dann ist der Weg versperrt - ich muss nach links ausweichen, komme aber vorbei. Als ich mich schon über Platz 3 freue, merke ich, dass der 2. vor mir wohl 2 Ritzel zu hoch aufgelegt hat. Er wird langsamer, ich schieße vorbei und komme auch dem 1. näher, dann sind wir schon durchs Ziel. Also wieder Gesamtzweiter!

Erwähnen sollte man neben aller Radsporttaktik noch, dass die Veranstaltung einem guten Zweck dient und der Erlös pro gefahrenem Kilometer der Kinderkrebshilfe zu Gute kommt.


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