Dr. Achim Heinze


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Radmarathons: Absagen, Unwetter und Formanstieg

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Radmarathons Frühjahr 2013: Absagen, Unwetter und Formanstieg

Heute, am 1. juni 2013, sollte eigentlich das Raid Provence Extreme längst erfolgreich hinter mir liegen. Da sich jedoch zu wenige Starter gemeldet hatten, wurde es vom Veranstalter abgesagt - Gleiches gilt für den Radmarathon in Waidhofen am morgigen Tag: Abgesagt, der Grund ist ein anderer: Hochwasser. Auch der Glocknerman muss wegen der Hangrutsche und Sperrung der Felbertauerstraße auf eine Ersatzstrecke ausweichen. Wenigstens fand letzte Woche der Amade Radmarathon statt:

Nach 7 Jahren Pause wollte ich dort wieder einmal mitmachen - und fand völlig andere Vorzeichen als 2006 vor:

2006 gab es dort noch keine Chipzeitnahme, man musste an drei Kontrollstellen verschiedenfarbige Armreifen (ohne Livestrong-Schriftzug!) sammeln und diese als Beleg für korrekte Streckeneinhaltung im Ziel wieder abgeben - 2013 natürlich mit Chipzeitnahme, mittlerweile sogar in der Startnummer integriert!

2006 Parkplatzchaos, langes Anstellen, ewige Wartezeiten - 2013 nur ein einziger in der "Schlange" vor mir, nämlich mein Bruder.

2006 Startblock D, Gedränge, Stau, Wartezeit vor und nach der Startzeitnehmungsmatte, alles bereits im Rennen, danach ein Unfall, absteigen wegen Stau am ersten Kreisverkehr, bergauf eingesperrt - 2006 der erste am Start (30 min vor Rennbeginn), Block A, ganz vorne problemloses und ungefährliches fahren, Platz am Berg.

2006: Streckenlänge 184 km, heute nur noch 166 km - wobei es in der Radmarathonszene gröbere Formen der "Selbstverstümmelung" gibt. Die Faszination Radmarathon lebt nicht von der Kürze, sondern vielmehr von der Länge, den Höhenmetern und den Gesamtanforderungen!

2006 Unzählige bekannte Amateur-Radsportler geben sich und der Veranstaltung die Ehre, Namen nenne ich keine, aber: Where are they now? So viele Gesichter fehlen mittlerweile - man müsste es wie bei den Schulabschlusszeitungen machen und eine Liste erstellen, wer damals dabei war, aber heute nicht mehr... ... allerdings sind die Besten der Guten und Besten nach wie vor hier, sie lassen sich auch vom Wetter nicht abhalten.

2006: Prä-Fuentes-Skandal-Radsport-Ära, Jan Ulrich auf dem Weg zum zweiten Tour de France-Sieg (nach Tour de Suisse-Sieg und Giro Zeitfahrsieg/Armstrong-"Zwangsrente"), der Radsport auf dem besten Weg, sogar noch das folgende Fußball-Sommermärchen zu übertreffen - 2013 bestenfalls Ausschnitte auf Eurosport vom Giro, Radsport der sportliche Sündenbock der Gesellschaft, Jan Ulrich wie viele andere ohne Anschlusskarriere, Armstrong um 7 Toursiege ärmer...

Doch das ist nicht die einzige Erklärung für die veränderte Situation:
800 Voranmeldungen für den Amade-Radmaratghon 2013, dazu wären bei gutem Wetter sicher noch drei bsi vierhundert weitere Melder gekommen, auch ein Problem: die Konkurrenzveranstaltung in Kärnten (wie ich selbst noch erfahren durfte, bei bestem Wetter !!) - doch in Radstadt: Starkregen und drei Grad. Für diejenigen, die trotzdem starteten, gab es wenigstens nach drei Stunden Erleichterung. Es wurde trockener und am letzten Anstieg kam sogar die Sonne heraus.

Ich wurde insgesamt 16., was ganz ok ist, allerdings müsste ich mich, nachdem ich mich bis ein paar Kilometer vor dem Ziel bestens gefühlt habe, eigentlich darüber ärgern. Wider besseres Wissen habe ich der langen Handschuhe/Regenjacke und der umständlichen Handhabung der Gelentnahme und -öffnung gedacht und gehofft, es würde schon reichen. Tat es nicht und ich habe auf meinen direkten Konkurrenten in der AK im Alpencup ganz zum Schluss 5 min verloren (Alistair Robinson wurde 10). Allerdings wollte ich mich auch noch etwas schonen, da ich am Renntag direkt nach dem Amade noch eine kleine Extratour geplant hatte: Nach kurzer Pause im Ziel bin ich noch über Obertauern und Katschberg bis Spittal geradelt, da die italienische Adriaküste am Tag darauf das nächste Ziel war - um nebenbei auf den Pässen noch richtig viel Neuschnee zu sehen (siehe Bilder). Die Form steigt auch trotz der schwierigen Radfahrbedingungen beständig, was ich auch bei Bergrennen feststellen konnte.

Die richtig harten Sachen kommen erst im August..........



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