Dr. Achim Heinze


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KraftwerkTrophy 2006

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12-Stunden Kraftwerk-Trophy Theiß/AUT          13.5.2006

Als lange und schnelle Einheit, die bei jedem Wetter gefahren werden muss, bot sich hier die Teilnahme als Vorbereitung für den Radpart bei der Triple-Iron-Staffel WM im Juni an. Im Bereich Ernährung sollte dabei ein neues Konzept in der Wettkampfpraxis zur Anwendung kommen: Alle 4 Stunden feste Nahrung (weichgekochte Nudeln bzw. Pfannkuchen - jeweils nach Spezialrezeptur), dazwischen ein paar Riegel. Die Elektrolytbilanz sollte in bewährter Weise über Getränke ausgeglichen gehalten werden. Das Vorgehen hatte sich - um es vorweg zu nehmen - bewährt; die Idee, ohne Betreuung anzutreten, war ein Fehler!

Zum Renngeschehen: Start war um 8 Uhr früh. Problemlos konnte ich in der 2 Gruppe mit einem Schnitt von knapp 37 km/h die ersten 2,5 Stunden mitfahren. Die meisten waren auch so fair, sich an der Führungsarbeit zu beteiligen. Meine Trinkflaschen waren längst leer, so musste ich die Gruppe wohl oder übel gegen halb 11 verlassen. Am offiziellen Verpflegungsstand gleich die erste Enttäuschung: Es gab weder fliegende Verpflegung noch Radflaschen. Für diesen Worst Case hatte ich zwar 3 Tüten mit Kiki´s Zaubertrank im Trikot. Beim Einfüllen in die schmalhälsigen Wasserflaschen während der Fahrt landete allerdings der größte Teil in meinem Gesicht, wo er gut klebte. Da ich erst am nächsten Morgen duschte, konnte ich sogar nach dem Rennen im Bett noch übers Kopfkissen Mineralsstoffe zuführen!

Überflüssig zu erwähnen, dass der Einfüllprozess auf dem Rennrad fast eine Runde dauerte und ich anschließend erst mal längere Zeit allein meine Runden drehen durfte. Als Triathlet machte mir das nichts aus - im Gegenteil, das Dranhängen an Staffeln sagt doch eher wenig über die eigene Leistungsfähigkeit aus; eine objektive Standortbestimmung ist es sicher nicht. Auch die vielen schweren Stürze der "Packerl" mit vielen Verletzten (incl. Reanimation) schreckten doch eher vom Hinterradlutschen ab.  
 Die nächsten Getränke holte ich jeweils umständlichst aus dem Zelt, musste sie jeweils erst mischen, da ich nur 2 Radflaschen hattte. Das Wetter war bis auf den böigen Wind angenehm mild. Ein paar Blitze und Regenschauer gegen Abend erzwangen den letzten Stop - das Zelt stand offen. Dabei zog ich, um dem Anhalten wenigstens einen Sinn fürs Rennen zugeben, meine neue erworbene 170 Euro-Regenjacke an. Ob sie wasserdicht ist, weiß ich nicht, da - kaum hatte ich sie angezogen - sogar die Sonne nochmals durch die Wolken kam; atmungsaktiv ist jedenfalls genau so wenig wie die Aldi (=Hofer)-Jacke für 9 Euro. Aber sie sieht besser aus!!

Gegen 20:00 Uhr war dann die letzte Runde erreicht. Als ich mich um 19:55 Uhr zu den Klängen von Hells Bells im Ziel glaubte, fuhren einige weiter. Ich war nicht der Meinung, dass man die Runde noch in 5 Minuten schafft; zurück beim Zelt dann die Auflösung vom Sprecher: Man darf die begonnene Runde noch beenden. Aha! Nachdem es für mich um nichts ging, war´s aber egal ob es nun 378 oder 383 km geworden sind. So konnte ich noch die Ankunft der Favoriten verfolgen. Sonst sah ich sie meist nur kurz von der Seite und von hinten. Fazit: Sehr gut besetzte Veranstaltung (Wolfgang Fasching, Jure Robic,...), guter Fotodienst, Betreuung aber dringend empfohlen!  

Bilder: E. Haiden

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