Dr. Achim Heinze


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Brevets

Wettkampfberichte > 2011

Austria-Brevet "Haid" 200 km/2000Hm 9.4.2011

Wetter: am Start: 10°, auf der Strecke: 15°, im Ziel: 18°; sonnig; starker Norwest-Wind
Teilnehmer: 60

2011 ist Paris-Brest-Jahr. Man merkt es an den Starterzahlen: 110 Teilnehmer, allerdings auf 2 Wochenenden (60 +50) verteilt. Wieder einmal eine hochkarätige Besetzung am ersten Termin; u.a. mit der Extremradsport-Delegation aus der Steiermark um Thomas Stindl - dabei Edi Fuchs, der amtierende Race Around Austria-Sieger im Team. Dazu noch der immer stärker werdende U23-Fahrer Jakob Zürl. Auch das weitere Starterfeld kann sich sehen lassen - allesamt erfahrene Einzelfahrer; wie bereits anderenorts geschrieben: Im Gegensatz zu Radmarathons gilt hier beim Brevet kein Verstecken in der sicheren Großgruppe.

Für mich ist es die fünfte Saison als Frühjahrs-Randonneur - also eine Art Mini-Jubiläum. Zum Feiern gibt es während der 200 km ins Salzkammergut allerdings nur wenig Freiräume: Ein kühler und böiger Gegenwind macht das Führen zum Poweract. Losgerast wird wie immer mit den bekannten Nebenwirkungebn: Dranbleiben, mit hoher Intensität treten, Lücken zufahren, ...

Nach 50 km sind wir noch zu sechst: Logische Konsequenz: Kreisel. Später, als wir noch zu viert sind, wird daraus eine Windkante-light. Light deshalb, weil die Straßen nicht gesperrt sind, und der Führende ja nicht auf die Gegenfahrbahn geraten darf. Für den Vierten im Bunde bedeutet dies nach dem Verlassen der Führung immer noch ordentlich Arbeit. Erst, wenn die Führung erneut wechselt hat man an Position 2 und 3 Zeit, um etwas durchzuschnaufen.

Das Ganze noch gespickt mit 2 kernigen Anstiegen: Großalmstrße und Kronberg. Letzterer bringt auch mich an meine momentanen Grenzen im Frühjahr. So lange und oft im G2-Bereich und drüber - das fordert ohne gesteigerte Vorbelastungen! Aber mit hoher Grundlagenausdauer erholt man sich schnell wieder und so erreichen wir nach 6 Stunden und 5 Minuten wieder den Startort. Jakob hat sogar noch die Lockerheit, dort fürs Foto einen Handstand vorzuführen!

Mitte Mai stehen 300 km auf dem Brevet-Programm - bis dahin sind kurze Radmarathons und Straßenläufe als zusäzliches Intensivprogramm angesagt.



Austria-Brevet "Haid" 300 km/2500Hm 14.5.2011

5 Wochen und einige kürzere Radrennen später stelle ich mich der nächsthöheren Herausforderung: Der 300er mit genannten Streckendaten und dazu noch unsichere Wetterprognosen.
Start ist um 7:00 morgens wie gehabt in Haid (nähe Linz) - das bedeutet um 5:00 Uhr aufstehen. 46 Starter haben dasselbe im Sinn (bereits 2 Wochen zuvor gab es eine 200/300km Brevetkombination, sonst wären es wohl noch mehr Teilnehmer gewesen). Allen am 14. Mai Startenden gemeinsam ist die Frage: Was anziehen? Wird es regnen bzw. wann erreicht die Kaltfront unser Brevet-Radrennen?

Dass es sich "nicht um ein Radrennen handelt", betont der Organisator Ferdinand Jung bei seiner Ansprache mit leichtem Schmunzeln- das Schnellfahren "verbietet" aber niemand.
Da ein gewisser Radrennfahrer aus der Steiermark heute nicht mit von der Partie ist, bleibt das Tempo dieses Mal anfangs im Flachen tatsächlich ausnahmsweise so, dass etwa die Hälfte der Teilnehmer im Windschatten mitfahren kann. Bergauf nach Maria Neustift reduziert sich das Spitzenfeld...



... auf Grund vieler Parallelen könnte ich, was den weiteren Rennverlauf angeht, auf die Schilderung des Brevets in meinem Radsportbuch verweisen; was ich an dieser Stelle auch mache - schließlich will das Werk auch an den interessierten Radfahrer gebracht werden.




Einige Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der 2009er und der 2011er Brevet-Edition finden sich aber doch:

- 2009 führte der angesprochene Ultrafahrer die Spitzengruppe, 2011 fällt mir - mit Mitfahrern zwischen 21 und 31 Jahren - diese Rolle zu.

- Aus diesem Umstand erklären sich auch unsere längeren Gespräche an den Kontrollstellen von insgesamt 25 min (das hätte ein Turbo Tom nie zugelasssen!!). Der Fahrschnitt lag 2011 trotzdem bei 33.8 km/h! Die Fahrzeit mit 9:20 ist zwar um 15 min langsamer als bei der Rekordfahrt 2009, angesichts der Umstände ist die Leistung aber höher zu bewerten (eine gewagte Aussage, die mir spätestens 2012 vorgehalten werden könnte)!

- 2011 waren Wind und Wetter ungünstiger, an Traun- und Attersee erreichte uns der Regen.

- An der Sturzstelle von 2009 hätte es auch 2011 fast wieder gekracht!

- Die wichtigste sportliche Erkenntnis aber bleibt meine Leistungssteigerung am Berg während der vergangenen 5 Wochen. Sieht gut aus für diese Saison!


Bilder: Fam. Jung

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